:: Eröffnung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur im Kloster Dalheim

Anlässlich unseres 2.Hochzeitstages haben Valentina und ich uns etwas kulturell weitergebildet und das Kloster Dalheim in der Nähe von Lichtenau besucht. Das gestern offiziell eröffnete Museum ist sehr interessant gestaltet, teilweise auch interaktiv. Das Rahmenprogramm der Barocken Festwoche haben wir gestern nur teilweise mitbekommen. Viele Leute liefen in alten Trachten aus der damaligen Zeit herum. Generell haben Museen für mich immer ein respektvolles Ambiente. Die Innen- wie Außenanlage eignen sich auch gut als Fotolocation ;-) , wenn man sich denn die Menschenmassen der stark frequentierten Tage wegdenkt und wieder die Sonne scheint. Die Außenanlage ist noch sehr matschig vom Regenwetter der letzten Tage.

Wir haben einen guten Einblick in die Entstehung und Weiterentwicklung der Klöster aus der Zeit im Mittelalter bis zum heutigen Tage bekommen. Nicht immer ging es darum, sich komplett von der Außenwelt abzunabeln und „nur“ nach Gott zu suchen. Als „Copyshop“ vor dem Buchdruck, landwirtschaftliches Unternehmen, soziale Einrichtung oder teilweise als Irrenanstalt (sehr amüsant!) wurde das Kloster von Epoche zu Epoche und in unterschiedlichen Gegenden der Welt umfunktioniert. Die Geschichte Paderborns bekommt man als Nebeneffekt dadurch auch etwas mit.

Einige weise Aussprüche von den Herren und Damen aus dem Kloster haben mir gut zu Denken gegeben. Teilweise standen sie direkt im Zusammenhang mit Aussagen aus der Bibel. Einer davon frei übersetzt vom Inhalt lautet: „Je weniger du hast, umso weniger Sorgen kannst du dir machen.“ Da ist was Wahres dran. Leider waren da so viele gute Sätze, dass ich die meisten leider wieder vergessen habe.

Ich kann wirklich empfehlen, das Museum mal zu besuchen. Der Eintritt ist akzeptabel und in der nächsten Zeit wird es noch einige weitere Zusatzveranstaltungen geben. Der ursprünglich angedachte Besuch des Klassikkonzertes im Kloster am Abend haben wir spontan in ein Hochzeitstag-Abschlussessen beim Griechen eingetauscht. Da ist mir die Stillung meines knurrenden Magens und Reden mit meiner Frau doch wichtiger als Gedudel von WDR5. ;-)

:: TV-Programme über P2P

Gestern bin ich zufälligerweise über einen Artikel gestoßen, wo das Championsleague-Finale erwähnt wurde und dass man die Ausstrahlung öffentlich online anschauen könne. Da habe ich das doch einfach mal ausprobiert und es hat wirklich prima funktioniert. Zwar nicht HDTV, aber schon ganz ordentlich. Und auf Englisch, aber das verstehe ich ja halbwegs. ;-) Theoretisch hat man gerade zu Sportsendungen über das Internet guten Zugang.

Ja, wie geht das denn?

Das Ganze funktioniert über die Peer-to-Peer-Technologie (kurz P2P), wie sie auch schon von Onlinetauschprogrammen a la Napster, Emule oder Bittorrent und neuerdings auch von Joost bekannt ist. Das heißt ich lade Datenpakete von Rechnern anderer, die ursprünglich von einem Streamingsender verteilt werden.

China läßt grüßen, denn die ganzen kleinen Tools, womit man die TV-Programme aus aller Welt empfangen kann, stammen von dort. China kauft die Rechte zur Ausstrahlung der TV-Sender, wobei diese dann über Filesharing wieder an die ganze Welt verteilt werden. Gebündelt über P2P unterstützt quasi jeder der Nutzer mit etwas Sendeleistung die weitere Verteilung der Daten. Alle Datenpakete, die dem Benutzer zum aktuellen Gucken gerade fehlen, werden von der Sendestation direkt angefordert.

Alle wichtigen Infos dazu findet man in diesem hilfreichen Chipartikel. Dort werden auch die Programme vorgestellt.

Und nun noch ein paar Fernsehzeitschriften und hilfreiche Links:
die-zwei-einen.de (Liste Fussballübertragungen)
myp2p.eu (Aktuelle Programmübersicht Sport)
ivytv.net (Fernsehprogramme aus aller Welt)
forum.digitalfernsehen.de (Hilfreiche Tipps zu aktuellen Live-Sendungen)
tvmix.net (Tabelle Kanäle/P2P-Programm)

Jetzt kommt natürlich die Frage auf: Darf man das? Nach meinen Recherchen gibt es dazu kein greifendes Gesetz, das es verbietet. Und solange es das nicht gibt und jeder TV-Sender seine Ausstrahlungsrechte ordnungsgemäß an andere Länder verkauft und andere in China wiederum den Stream rechtlich erlaubt ins Internet stellen dürfen, weil es sich an die Gesetze des Landes gehalten haben, gibt es dort keine anfechtbare Bestimmung. Die Gesetze für P2P-TV sind eben noch sehr lückenhaft. Die DFL ist natürlich sauer, hat aber noch keine Möglichkeiten. Siehe dazu das.

Also viel Spaß beim Gucken. Bis die Politiker mal wieder einen Riegel davor schieben. Aber bis dahin…GEZahlt? Nö, gestreamt… ;-) (Diese Aussage gilt nach Georgs berechtigtem Einwand nur bedingt, siehe meine Anmerkung dazu)

Ich übernehme mit diesem Artikel keine Haftung, falls sich dann doch mal etwas geändert haben sollte.

Kleines Fundstück am Rande: JCTV und dann auf Watch. Coole Musikvideos von Bands mit Texten über Gott, das Leben mit ihm und weiterem abwechslungsreichen Programm.

Bildnachweis: morguefile.com

:: Maiday 2007

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Am letzten Freitag fand das Maiday 2007 in Minden statt, ein Musik-Festival der Extraklasse. Bekannte Namen wie Kutless, Larry Norman – der Urvater der christlichen Rockmusik, Blindside, Fireflight, Bettany Dylon und John Reuben wurden kurzerhand eingeflogen. Als deutsche Vertreter waren Allee der Kosmonauten und die Feierabend-Band am Start.

Ja, wie ist es gewesen? Gut bleibt mir da nur zu sagen. Passend zum Festival konnte ich durch Gottes perfektem Zeitplan noch mein neues Sigma 10-20 bei einem Fotoladen in Minden kurz vor dem Konzert abholen, auf das ich wegen Lieferprobleme von Sigma schon etwas gewartet habe. Natürlich habe ich im Fotograben eine andere Sicht als der Zuschauer in der Menge. Meine ist rechteckig und hat ein Breiten-Längenverhältnis von 3:2. Der Zuschauer sieht das Gesamtbild, fühlt die Atmosphäre, den Sound und bekommt das aufregende Gefühl an schwitzenden Menschen festzukleben mit. Als Pressefotograf erfährt man die Musiker anders, sieht sie Backstage rumlaufen, knipst vor der Bühne aus 30 cm vor dem singenden Gesicht.

Eine kleine Anmerkung am Rande: Musiker sind auch nur Menschen, die mit Wasser kochen. Sie haben die gleichen Probleme im Alltag wie alle anderen auch. Dieser ganze Hype, Musiker wie Stars anzuhimmeln, alles stehen und liegen zu lassen, um ein Autogramm zu ergattern, ist meiner Meinung nach ein Haschen nach Wind – wie der Predigerbrief es ausdrücken würde. Die Bands setzen ihre Fähigkeiten in ihrem „Beruf“ für Gott oder für andere Menschen ein. Und ich und alle anderen können sich dran freuen, dass es so gute Musik gibt – und dass man dabei sogar noch Fotografieren kann (Himmel auf Erden!). Genauso wie ich mich freuen kann, dass mir morgens im Gottesdienst jemand an der Tür „Guten Morgen“ wünscht, weil er seine besondere Begabung einsetzt. Trotzdem will keiner von dem Ordner in der Gemeinde ein Autogramm. Komisch?!

Jetzt aber zum eigentlichen Geschehen. Das Festival lief sehr zügig durch, gut geplant und verhältnismäßig kurze Pausen. Fast zu kurz um zwischendurch einen Snack einzuschieben. Das Licht war sehr wechselhaft. Mal war die Lichtstimmung echt super, dann bei anderen Liedern hatte man nur schwarzen Hintergrund mit weißem Licht oder kaum Frontlicht vor der Linse, was zu stark milchigen Bildern führte. Den Sound kann ich nicht beurteilen, da man mit Ohrenstöpseln vor der Bassbox wenig objektive Meinung äußern kann.

Zu den Bands brauche ich glaub ich nicht so viel von mir zu geben. Das können andere besser (Sound7 oder CCMplanet). Positiv aufgefallen sind mir vor allem:

IMG_1712.jpg John Reuben. Der hat die Halle mit dem heuzutage selten gewordenen HipHop mit christlichen Texten großartig zum Shaken gebracht.

Fireflight. Die halb weiblich, halb männlich besetzte Band spielt ein paar echt gute Songs mit einprägsamen Melodien.

Blindside. Bei der Bühnenshow – unter anderem mit Linkin Park auf Tour – kann man in der Menge glaub ich nicht mehr still stehen. Teilweise hat man das Gefühl im Karate-Film zu sein. ;-) Das Outfit ist jetzt auch nicht unbedingt mein Fall und auch nicht 100% alltagstauglich. Quietschenge Hose und Barfuß. Aber zumindest hat man den Sänger im Gedächtnis behalten.

Larry Norman. Echt strange diese Rocklegende. Super Ansprache gehalten für die Jugendlichen von heute. Erinnert mich irgendwie an eine Fantasy-Figur – ich weiß auch nicht. Musik ist zwar nicht immer mein Fall, aber einige der Klassiker von ihm grooven ganz gut.

Kutless. Der neue Gitarrist hat sich gut in die Band eingefügt. Ein Hingucker, wie er sein Instrument „bediente“. Hat sehr viel Spaß gemacht, die Stimmung dieser Band einzufangen. Sehr emotionale Lieder und kraftvolle Sounds.

Da das Maiday nicht ausreichend besucht war (ca. 1400 Besucher waren anwesend) und die Träger des Maiday finanziell nun absolut nicht gut dastehen, kann es sein, dass die folgenden Bilder wohl vielleicht die letzten dieser Art im Rahmen des Maiday gewesen sind.

Ganz herzlichen Dank noch mal an Thomas, der sich in die Maiday-Arbeit über einige Jahre heftig reingekniet hat. Respekt und Hochachtung für das Tragen dieser großen Verantwortung. Vielleicht sind einfach neue Schritte dran. Man wird sehen, was Gott in der nächsten Zeit in OWL tun wird. Ich bin sehr gespannt.

Nun zu den Fotos hier und hier speziell zu Kutless